Carsten Hensel & Jörg Lange

Carsten Hensel & Jörg Lange



Zur Aufstellung kommt ein in der Schifffahrt verwendetes Schallsignal – das Nebelhorn oder auch Typhon genannt. Der bzw. die Schalltrichter werden auf ein schlichtes ca. 2,50 m hohes Gerüst montiert.

Entgegen seiner üblichen Anwendung wird die Ausrichtung des Trichterhorns auf das „Festland“ hin ausgerichtet und beschallt im möglichst tiefen Frequenzbereich mit seinem markanten Brummen die Umgebung.

Die angestrebte Lautstärke entspricht einem Schalldruckpegel von mindestens 80 dB und einer Reichweite von 500 m. In Absprache wird festgelegt, ob der Ton des Nebelhorns entweder manuell (durch Besucher) oder durch einen zeitgeschalteten Impuls ausgelöst wird.

 

Das Flüchtige, Unstatische des Wassers bekommt in unserer Installation ein Äquivalent ähnlicher Beschaffenheit. Auch der Ton des Nebelhorns ist nicht dauerhaft und greifbar, sein melancholisches Klang jedoch tief verwurzelt im kollektiven Bewusstsein. Der Ton verweist in seiner Eindeutigkeit auf maritime Zusammenhänge – Küstenlandschaften, Wellen, Brandung,  Ozeanriesen entstehen als innere Bilder. Nichts reist schneller und weiter als die Phantasie.

 

Üblicherweise warnt das Nebelhorn bei schlechter Sicht, vom Land aus auf das Wasser. In unserer Installation verweist es mit seiner brummenden Klage auf den aktuellen Umgang mit dem Element Wasser.

 

Die Skizzen bzw. Collagen zeigen exemplarisch unseren Annäherungs- und Diskussionsprozess. Das Nebelhorn wird dabei im Sinne eines Ready-Made in den Stadt- bzw. Landschaftsraum transferiert.

 

Zur Eröffnung der [Aquamediale® 8] erarbeiten wir darüber hinaus eine Performance zur Inbetriebnahme der Installation Nebelhorn u.a. unter Verwendung mundbetriebener Nebelhörner.

application/pdf Vita: CV_HenselCarsten.pdf (51,5 kB)
application/pdf Vita: CV_LangeJoerg.pdf (10,2 kB)