Gregor Krampitz

Péter Lowas



Auf der Wiese oder am Rand der Hauptspree in Lübben möchte ich eine Skulptur aus Glasfaser in der Größe von ca. 6 m x 1,50 m installieren. Ich könnte mir auch vorstellen, dass ein Teil des Objekts ins Wasser ragt.

 

Das Objekt soll mit Sauerstoffanbindungen und glatter Oberfläche ein ganzes Wassermolekül darstellen. Hierfür möchte ich sechs runde Kugeln mit einem Durchmesser von ca. einem Meter mit zwei kleineren Kugeln mit einem Durchmesser von ca. einem halben Meter verbinden. Das Wassermolekül ist in Blau getaucht.

 

Das Objekt steht im Zusammenhang mit dem Objekt der diesjährigen Spektrale – 5 in Luckau und bildet eine temporäre Überlandinstallation.

 

Ich möchte verdeutlichen, wie wir auch auf den nur zehn Kilometern, zwischen Lübben und Luckau, das Quellwasser verschmutzen und unwiederbringlich unbrauchbar machen. Durch Menschenhand gebändigt, durch Menschenhand zerstört.

 

Nach der Katastrophe in Japan wurde über Tage hoch verseuchtes Wasser kontrolliert ins Meer geleitet. Die Umwelt wurde bewusst kontaminiert. Vergiftet durch Menschenhand -das Fundament des Lebens- unwiederbringlich zerstört. Stück für Stück lassen wir das Fundament des Lebens zu Grunde gehen. Japan ist nur ein Beispiel, wie unverantwortlich wir mit unserem Wasser umgehen. Ölbohrinseln havarieren auf hoher See und Öl strömt über Tage ins Meer. Trinkwasser wird von der Industrie verschmutzt und in die Flüsse geleitet.

 

Werden wir in 20 Jahren noch sauberes Wasser haben?

 

Wann werden wir von der Natur lernen und uns auf die Natur einlassen?

application/pdf Vita: CV_KrampitzGregor.pdf (36,2 kB)