Joachim Froese

Joachim Froese

Joachim Froese, 1963 in Montreal geboren, lebt und arbeitet als Künstler in Brisbane und Berlin. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Australien, Europa, Asien und Nordamerika gewürdigt und seine Werke sind in diversen öffentlichen Sammlungen vertreten, u.a. der National Gallery of Australia. Neben seiner Arbeit als freischaffender Künstler hält Froese regelmäßig Lehraufträge und Gastvorlesungen und Universitäten und Fotoschulen in Australien und Europa und seit Anfang 2014 promoviert er an der RMIT University in Melbourne.

Standorte: Schützenhaus Lübben, Bahnhof Goyatz, Wassertankstelle Schwielochsee, Kornspeicher Straupitz, Ludwig Leichhardt Museum Trebatsch, Schlossbezirk Lübbenau (Nr. 4 im Kunstkompass)

 

Die großformatigen Fotografien von Joachim Froese zeigen Keime von Pflanzen, die Ludwig Leichhardt, der deutschstämmige Entdecker und Botaniker, auf seinen Reisen durch Australien gesammelt und katalogisiert hat. Auf diese Weise bringt der australisch-deutsche Künstler einen Teil von Leichhardts australischen Entdeckungen zurück an seinen Geburtsort im Spreewald. Froeses Arbeiten für die Aquamediale 11 sind Teil eines übergreifenden Projektes, das sich mit dem Verhältnis von Mensch und Natur befasst. Seit zwei Jahren züchtet und fotografiert der Künstler Keimlinge in seinem Garten in Brisbane und stellt sie in immer neuen Assemblagen aus, die jedes Mal neue Zusammenhänge und Übergänge schaffen. Froeses Arbeiten hinterfragen auf subtile Weise unseren Blick auf die Natur, die durch menschliche Eingriffe immer mehr zerstört wird. Nicht zuletzt hat der Künstler für seine Beobachtungen die Geburt einer Pflanze gewählt – jenen Augenblick an dem sich die Natur gleichzeitig am stärksten und am verwundbarsten zeigt.