Marek Brandt

Marek Brandt



Das Wort „schleusen“ besitzt eine doppelte Bedeutung, die auch in der Klanginstallation im Rahmen der [aquamediale® 8] “sichtbar“ werden soll


Ausgehend von der Ressource “Wasser“ und den örtlichen Begebenheiten im Spreewald wird eine Installation geschaffen bei der sich die Besucher in einem Sound-Tunnel befinden. Das Zusammenspiel zwischen Bewegung, Klangkunst und öffentlichem Raum ist ein wesentlicher Bestandteil der Installation.


Die Aufnahmen, die mit Mikrophon und Hydrophon (Unterwasser Mikrophon) aufgenommen werden, nähern sich dem Themenkreis „Bewegung und Wasser am und um das Element“ an. Geplant sind Aufnahmen der zum Teil handbetriebenen Schleusen, von Gesprächsfetzen und von Unterwassertönen zum Beispiel beim vorbeifahren von Kähnen und Paddelbooten. Die Sounds werden anschließend als eine elektroakustische Klangarbeit verarbeitet, die man als Soundscapes (Tonlandschaften) bezeichnet.


Diese Arbeit nimmt Bezug auf den Raum und die Umgebung. Mit Hilfe von Lautsprechern, die unmittelbar über der Wasseroberfläche installiert werden, wird eine ca. 30 Meter lange Flies-Strecke beschallt, durch welche die Besucher in ihren Booten entlang gleiten. Da dieser Klang nicht in einem abgeschlossenen Raum zu hören ist, werden sich die vorhandenen Umweltgeräusche mit denen der Soundinstallation mischen. Mit der Konzentration auf den Klang fokussieren sich die Sinne auf die Umwelt. Das Spiel mit der Wahrnehmung und der Reflexion, in Bezug auf einen räumlichen und akustischen Reiz, soll die Besucher nachhaltig stimulieren.


Die Klanginstallation „Schleusen“ kann durch aktive Teilnahme beispielsweise durch die Geschwindigkeit des Vorbeifahrens, des Anhaltens oder Verweilens selbst beeinflusst werden und ist somit auch als interaktive Installation zu verstehen.

application/pdf Vita: CV_BrandtMarek.pdf (35,5 kB)