Ria den Breejen

Ria den Breejen



Der Begriff "Wasserorgel" besitzt in der Gegenwart eine zweifache Bedeutung.

Bereits 250 v. Chr. wurde die so genannte "Hydraulis" oder "Organon Hydraulikon" von Ktesibios konstruiert, welche mit Hilfe von Wasser, einem Gefäß sowie Luftdruck Orgel-Töne erklingen ließ - darunter auch dem Vogelgezwitscher täuschend  ähnelnde Klänge. Eine solche Orgel bezeichnet man als "Nachtigall". Darüber hinaus versteht man in der Unterhaltungsbranche unter einer "Wasserorgel" ein allseits beliebtes Wasserspektakel meist in Verbindung mit Licht und Musik.

 

Die Installation „Wasserorgel“ orientiert sich in ihrer Form an dem Tasteninstrument. Geplant ist eine Orgelkonstruktion bestehend aus originalen Orgelpfeifen, welche in einer Reihe angeordnet werden. In ihrer Funktion ähnelt die Installation jedoch vielmehr der oben beschriebenen Wasserorgel. Eine Pumpe lässt von hinten das Wasser der Fließe durch die Pfeifen hindurch nach vorne sprühen und über eine Wasserfontäne zurück in den Fließ hineinrinnen. Das Zusammenspiel des Wassers mit Licht und Musik zur Vernissage setzt die Installation multimedial in Szene.

 

Aus einzelnen Orgeltönen, welche eigens vorher im Tonstudio aufgenommen resp. bearbeitet werden, wird eine speziell für die Installation komponierte Melodie entstehen, welche in dem die Installation umgebendem Klangraum mit den wechselhaften Bewegungen des Wassers spielt, mal rhythmisch straff, mal innehaltend mit meditativem Anklang, mal melodisch oder gar temperamentvoll aufbrausend.

 

Eine Synthese aus dem Anblick der imposanten Orgelpfeifen, des belebten, hervor schießenden Wassers und dem Lauschen der Klangwelten soll die Aufmerksamkeit für dieses „Instrument“ einerseits und für das Wasser als einer existentiellen Flüssigkeit andererseits geweckt werden.

application/pdf Vita: CV_denBreejenRia.pdf (52,7 kB)