Sandro Porcu

Sandro Porcu



Sandro Porcu erzählt in seinen figurativen Skulpturen und Installationen von der Tragikomödie des Daseins. Für die [aquamediale® 8] in Lübben hat Porcu eine maßstabsgetreue und realistische Figur eines Mann zum Hauptakteur bestimmt. Den Kopf weit nach hinten gebeugt, reckt sich die Figur auf der Roseninsel den einzelnen Wassertropfen entgegen, die wie Regentropfen vom Himmel zu tröpfeln scheinen. Die den Naturraum einnehmende Installation wirkt ruhig und erhaben zugleich aber auch diszipliniert und demütig. Die Installation erzeugt beim Betrachter Zukunftsvisionen von der existentiellen Knappheit eines Gutes, das noch im hier und jetzt in seiner üppigen Fülle vorhanden ist, das Wasser.

 

Ein Element, welches für die menschliche Existenz in jeglicher Hinsicht die zentrale Rolle spielt, wird hier zum quälenden Moment. So ist die Figur, stellvertretend für das Individuum selbst gezwungen, in dieser malträtierenden Haltung mit wenig Aussicht auf die Stillung ihres Durstes zu verharren und wird letztendlich zu einer Paraphrase ihrer selbst.

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